Subsahara-Afrika

Zu Besuch auf dem lachenden Kontinent

Von Katharina Lehmann · 2020

Traumhafte Strände, atemberaubende Natur und exotische Tiere – die Urlaubsdestinationen des afrikanischen Kontinents bieten alles, was für eine Traumreise unabdingbar ist. Noch fehlen vor allem die Länder südlich der Sahara auf den Wunschlisten deutscher Traveller. Das wird sich in den kommenden Jahren jedoch ändern.

Zwei Nashörner in der Savanne. Thema: Subsahara-Afrika
Reisen nach Afrika erfreuen sich unverändert zunehmender Beliebtheit. Foto: iStock / avstraliavasin

The Smiling Coast of Africa – im kleinen Gambia, kaum größer als Schleswig-Holstein und bis auf die Atlantikküste komplett vom Senegal umgeben, lacht nicht nur die Sonne Tag für Tag vom strahlend blauen Himmel. Den Kosenamen verdankt das kleine westafrikanische Land vor allem der offenen und freundlichen Art seiner Bewohner, die eigentlich immer lachen. Egal, ob zwischen den Ständen der bunten Märkte, an den Ufern des Gambia-River oder in den schattigen Gässchen der trubeligen Städte: Der positive Sound Gambias durchdringt jeden Winkel des Landes. Und steckt auch die wenigen Touristen an, die sich in das kleine Land wagen. Dabei hat Gambia alles, was es für ein traumhaftes Reiseabenteuer braucht: kilometerlange weiße und menschenleere Sandstrände, ganzjährig konstante Temperaturen und ausgedehnte Mangrovenwälder, in denen sich exotische Vögel tummeln und freche Affen von Baum zu Baum schwingen. 

(Subsahara-)Afrika rückt in den Fokus der Reisenden

Nach Angaben des Deutschen Reiseverbands (DRV) sei das kleine Gambia der Newcomer unter den Fernreisezielen des afrikanischen Kontinents. Immer mehr Deutsche würden sich in das westafrikanische Land wagen. Überhaupt: „Reisen nach Afrika erfreuen sich unverändert zunehmender Beliebtheit“, hat der DRV in seiner Analyse des Reisejahres 2019 festgestellt. So gehöre Kenia mit einem zweistelligen Umsatzplus zu den wachstumsstärksten Reisezielen des Sommers – übertroffen noch von den Kapverden. Und auch im Winter setzen die Deutschen auf beliebte Urlaubsregionen, die milde Temperaturen versprechen: So ist Ägypten mit einer guten Nachfrage derzeit nach den Kanaren das meistgebuchte Reiseziel im Winter. Zu den wachstumsstarken Fernreisezielen zählen neben den Malediven vor allem Südafrika und die Kapverden.

Big Five aus der Nähe erleben

Es ist vor allem Kenia, das Touristen aus aller Welt anzieht. So kamen im Jahr 2018 zwei Millionen internationale Gäste ins Land. Am häufigsten wird das ostafrikanische Land von US-Amerikanern besucht, es folgen Briten und Inder. Die Deutschen kommen mit 68.000 Besuchern immerhin auf Rang fünf, so die Zahlen des World Travel und Tourism Council. Damit ist Kenia das am dritthäufigsten besuchte Land in Subsahara-Afrika – nur Südafrika und Nigeria verzeichneten 2018 mehr Touristen –, allerdings das mit der höchsten Wachstumsrate. Überhaupt ist Subsahara-Afrika die Region, die weltweit in puncto Tourismus am zweitstärksten wächst.

Der Boom Kenias liegt Experten zufolge vor allem an der Erholung der Tierwelt. So gilt das Land am Indischen Ozean als eine der größten Safari-Destinationen überhaupt: In den Nationalparks Amboseli, Tsavo-Ost und Tsavo-West gibt es Elefantengarantie. Löwen, Giraffen und Affen tummeln sich in den Steppen. In der Masai Mara, nördlich an die Serengeti angrenzend, gehen im Juli und August rund zwei Millionen Gnus und Zebras auf Wanderung. In den vergangenen Jahrzehnten zog diese Artenvielfalt auch Wilderer an. Doch damit ist nun Schluss: Die Anti-Wilderer-Kampagne des Tourismusministeriums, das die Verantwortung für die Nationalparks trägt, zeigt Erfolg: So wurden im Jahr 2018 nur noch 40 Elefanten wegen ihres Elfenbeins abgeschlachtet. Zum Vergleich: Im Jahr 2012 starben 400 Elefanten durch illegale Jagd. Gehen die Pläne von Tourismusminister Najib Balala auf, kommen bis zum Jahr 2030 jährlich bis zu fünf Millionen Touristen nach Kenia. Schon heute macht der Sektor 14 Prozent der Wirtschaftsleistung aus, 1,1 Millionen Kenianer arbeiten in der Tourismusbranche. „Jeder elfte Tourist schafft in Kenia einen neuen Job“, sagte Balala im vergangenen Jahr auf der Internationalen Tourismus-Messe in Berlin. Gute Aussichten also.

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